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Bei der Planung eines Rhododendrongartens sollte man sich rechtzeitig auf ein Farbkonzept festlegen. Landschaftsgärtner empfehlen entweder, sich für einen einzigen Farbton zu entscheiden oder Blütenfarben zu wählen, die im starken Kontrast zueinander stehen. Ein Durcheinander zufälliger, nicht geplanter Farben in einem Beet nebeneinander ist zu vermeiden.

Allerdings lassen sich selbst rosa- und orangefarbene Blüten – die eigentlich nicht miteinander harmonieren würden – durch das gekonnte zusätzliche Einbringen von weißblühenden Sträuchern gut kombinieren. Durch eine geschickte Arten- und Sortenwahl kann sich zudem die Blütezeit der Rhododendren im Garten von Ende März bis Ende Juni erstrecken.

Obwohl es so viele unterschiedliche Rhododendronarten und -sorten gibt, wirken reine Rhododendrongärten manchmal etwas langweilig und trist. Vor allem dann, wenn die Blütezeit vorbei ist. Landschaftsgärtner wählen deshalb als Begleiter Pflanzen, die vor oder nach der Rhododendronsaison mit schönen Blüten, silbrigen und hellgrünen Blättern oder leuchtender Herbstfärbung die Blicke auf sich ziehen. Die Experten wissen genau, welche Begleitpflanzen gut mit den Rhododendren harmonieren und welche die gleichen Ansprüche an den Standort stellen. Da sie auch abschätzen können, wie groß einzelne Pflanzen werden und wie sehr sie sich ausbreiten, können sie durch gezielte Pflanzenauswahl vermeiden, dass sich die Gewächse später gegenseitig behindern.

Die richtigen Begleitpflanzen

– Gräser, Farne, Stauden

Gräser und Farne sind die perfekten Begleiter für Rhododendren. Mit den vielen unterschiedlichen Grüntönen und ihren filigranen Strukturen bilden sie einen reizvollen Kontrast zu den dunklen Rhododendrenblättern. Farne, deren Ansprüche an Licht und Bodenbeschaffenheit weitgehend mit denen der Rhododendren übereinstimmen, unterstreichen außerdem den Waldcharakter des Gartenteils. Die Auswahl an Gräsern, die für den Schatten- und Halbschattenplatz geeignet sind, ist zwar nicht ganz so groß, dennoch gibt es auch hier echte Schmuckstücke.
Ein abwechslungsreicher Staudenteppich kann Rhododendren ebenfalls richtig in Szene setzen. Ideal sind zurückhaltende Blütenstauden und schöner Blattschmuck.

– Zwiebelblumen

Mit Zwiebelblumen wie Schneestolz, Blausternchen und auch vielen Narzissensorten kann man noch vor der Rhododendrenblüte Farbe in den Garten bringen. Andere blühen im Frühling zeitgleich mit den Rhododendren und begleiten die Gehölze auf unaufdringliche Weise. Hasenglöckchen, Frühlings-Knotenblume oder Gold-Lauch fügen sich mit ihrem natürlichen Charme zwischen die Sträucher ein.

– Sträucher

Vielfältig werden Rhododendrenpflanzungen, wenn sie mit passenden sommer- und immergrünen Sträuchern gemischt werden. Schon vor der Rhododendrenblüte verbreiten Frühblüher wie Zaubernuss, Glockenhasel oder Magnolien frühlingshafte Leichtigkeit. Ihre hellen Knospen kommen als Kontrapunkt vor der immergrünen Laubkulisse gut zur Geltung. Mit prächtigen Blüten und elegantem Wuchs können außerdem Hartriegel-Arten den Rhododendrengarten auflockern. Auch Fächer-Ahorne sind mit ihrem feinen Laub das ganze Jahr über eine Zierde – ihren Höhepunkt mit leuchtend gelber oder roter Blattfärbung erreichen sie im Herbst.

– Bäume

Das rechte Maß an Licht und Schatten lässt sich im Rhododendrengarten durch Bäume erzielen. Bei der Auswahl gilt es, einige Besonderheiten zu beachten: Da sich die Wurzeln der Rhododendren flach im Boden ausbreiten, ist es sinnvoll ihnen tiefwurzelnde Gehölze zur Seite zu stellen, die keine Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe darstellen. Kiefern haben sich als ideale Begleiter für Rhododendren herausgestellt. Ihre lichten Kronen bieten nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter Schutz vor der Sonne. Niedrige Arten wie Mädchen-Kiefer und Zirbel-Kiefer sind als Schattenspender auch für kleine Rhododendren gut geeignet. (BGL)

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