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Warum nicht das Schöne mit dem Nützlichen verbinden? Stauden, Kräuter und viele Gemüsearten ergänzen sich gut im Beet. Bunte Mischungen sind sowohl für das Auge als auch für Nase und Gaumen ein Genuss. Die unterschiedlichen Blüten locken nützliche Insekten an, die dann als Gegenspieler Schädlinge in Schach halten.

Die Kunst einer gelungenen Pflanzung besteht darin, blühende Zierpflanzen in Gestalt und Farbe mit den Kräutern und Nutzpflanzen zu harmonisieren. Die Standortansprüche der Pflanzen sollten in etwa gleich sein. Bei Kombinationen von Zier- mit Nutzpflanzen ist in der Regel auf ausreichend Platz und einen durchlässigen, frischen Boden in sonniger Lage zu achten. Indem man mit den Farben der Stauden und essbaren Pflanzen spielt, lassen sich attraktive Farbkompositionen erzielen.

Auch der Charakter der Pflanzen sollte ähnlich sein. So ergeben zum Beispiel Kohl, Mangold oder Fenchel mit Stauden, die einen eher ländlichen Charakter haben, ein stimmiges Bild. Ausgewogene Strukturen und Farben bei der Bepflanzung Ton-in-Ton-Pflanzungen sehen edel aus. Spannung lässt sich mit unterschiedlichen Wuchsformen erreichen. Kerzenförmige Blüten durchbrechen die Strukturen von rundem Gemüse; aufrechte Formen von Zier- und Nutzpflanzen lassen sich durch flachwachsende Stauden ausgleichen.

Attraktive Kombinationen

Eine schöne Kombination in grau-rosa-blau könnte so aussehen: Niedrige Kohlsorten (Brassica) mit rosa Blattrosette ergeben zusammen mit graulaubigen Stauden ein tolles Bild. Als graulaubige Blattschönheiten eignen sich Heiligenkraut(Santolina chamaecyparissus) oder Wollziest (Stachys lantana). Auch Mangold (Beta vulgaris), den es in attraktiven rot- oder gelbstieligen Sorten gibt, kann man ganz gezielt mit den farblich passenden Stauden kombinieren. Zum Beispiel mit dem dunkellaubigen Bronzefelberich (Lysimachia cilliata `Firecracker´) oder gelbblühenden Nachtkerzen (Oenothera tetragona `Sonnenwende´).

Ein Garant für ein tolles Farbspiel im gemischten Beet sind Dahlien (Dahlia). Besonders attraktiv ist das Zusammenspiel der braunlaubigen Sorte `Bishop of Llandaff´ mit ihren einfachen roten Anemonen-Blüten in Kombination mit hellblau blühenden Iris (Iris sibirica `Cambridge´), sowie der Gewürzstaude Oregano (Origanum laevigatum `Herrenhausen´), die mit ihren rotvioletten Blüten den Farbton aufgreift.

Randbepflanzung von Beeten

Als attraktive Alternative zu Buchs finden sich im Stauden- und Kräutersortiment viele Pflanzen für kleine, attraktive Begrenzungen. Warum nicht ein Beet mit Schnittlauch (Allium schoenoprassum) umranden, der neben dem gesunden Laub, das sich in der Küche verwenden lässt, mit vielen violetten Blüten im Mai glänzt, die zudem essbar sind. Auch Petersilie eignet sich als dekorative Begrenzung.

Ein Klassiker ist Lavendel mit seinen blauen, aromatischen Blüten und dem grauen, dekorativen Laub. Niedrigwachsender Thymian (Thymus) oder Oregano können ebenfalls als Randpflanze eingesetzt werden. Vor allem entlang von Wegen können sie als niedrige Begrenzung dienen, die den Übergang vom Weg zum Beet elegant umspielen. Das Bohnenkraut (Satureja montana) eignet sich für kleine Hecken in sonniger, trockener Lage. Es ist ein vielverwendetes Küchenkraut und besticht mit seiner violetten Blüte.

Seit jeher wird Ysop (Hyssopus officinalis) in seiner blaublühenden Form in Bauern- und Klostergärten als Heckenpflanze kultiviert. Der kleine Strauch ist keinesfalls nur eine Gewürz- oder Heilpflanze: seine rosa-, blau- und weißblühenden Farbvarianten eignen sich hervorragend als Begleiter von Rosen und Stauden. Des Weiteren wirken ätherische Inhaltsstoffe von Kräutern positiv auf den Ertrag vieler Nutzpflanzen und vertreiben Schadinsekten.

Wussten Sie schon … dass Blüten essbar sind?

Es gibt viele Stauden, deren attraktive Blüten oder Pflanzenteile man in der Küche verwenden kann. Die Taglilie(Hemerocallis) zum Beispiel ist eine blütenreiche und unempfindliche Staude, die je nach Sorte von Mai bis Anfang September blüht. Sowohl die Knospen, die ein pfeffriges Aroma besitzen, als auch die Blüten sind essbar. Als Dekoration für Teller oder Salate eignen sich die gelb-, orange- oder rotfarbigen Taglilienblüten ebenfalls.

Schönheit mit Geschmack verbindet auch der rotlaubige Fenchel (Foeniculum vulgare `Atropurpureum´) mit seinen gelbgrünen und duftenden Blüten. Die Knollen des gelben Fenchels lassen sich auch als Gemüse essen. Rotlaubiger Fenchel jedoch bildet keine Knollen. Die Italiener dünsten daher gerne den ganzen Fenchel, deren junge, fedrige Blätter nach Anis schmecken und sich auch zur Dekoration von Speisen eignen. Ein besonderer Genuss ist Mangold. Das rot- oder gelbstielige Gemüse bringt nicht nur Farbe ins Beet, sondern auch Geschmack auf den Teller.

Sehr beliebt ist der Waldmeister (Galium odoratum), der für ein schattiges Plätzchen dankbar ist. Die weißen Sternenblüten und der Duft erfreuen gleichermaßen. Vor der Blüte liefert das Laub die Zutaten zur Waldmeisterbowle. Der anspruchslose, einjährigeBorretsch (Borago) blüht blau. Seine hübschen Blüten schmecken süßlich und riechen nach Gurke. Zudem ist Borretsch bei vielen Insekten beliebt. Die Pflanzen säen sich selbst aus und ergeben immer wieder neue Gartenbilder.

Staudentipp

Die Tripmadam (Sedum reflexum) ist ein fast vergessenes Salatkraut. Die Pflanze hat dekorative nadelartige, rötlichgrüne und fleischige Blätter und wird 10 bis 15 Zentimeter hoch. Sie blüht gelb von Juli bis September und gedeiht besonders gut an trockenen, sonnigen Standorten. In der Küche verwendet man die jungen Triebspitzen. Fein gehackt ergänzen sie nicht nur Frühlingssuppen und -salate, sondern auch Remouladen und Kräuterquark. Es entwickelt sich ein leicht scharfes, pfeffriges Aroma. In Essig eingelegt sind sie eine säuerlich-erfrischende Beigabe. Zusammen mit Zitronenmelisse wird Tripmadam traditionell zur Herstellung von Kräuteressig genutzt.

Eine neue Sorte ist die Gold-Tripmadam (Sedum reflexum `Angelina´). Diese sehr zierende Form von Sedum reflexum glänzt mit einer auffälligen, orangegelben Laubfarbe. Im Herbst färben sich die Blätter wunderbar kupferrot. Sie besiedelt selbst karge Standorte und ist eine wertvolle Bienennährpflanze. Mit ihrem auffälligen Laub sorgt sie sowohl im Garten, als auch auf dem Salatteller für ein buntes Farbenspiel. Quelle: GMH/BdS

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